Herman Miller Embody – Kais Star des Monats Februar 2021

Herman Miller Embody – Kais Star des Monats Februar 2021

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Der Herman Miller Embody ist das Ergebnis von jahrelanger Forschung. Ärzte und Experten für Biomechanik, Sehkraft, Physiotherapie und Ergonomie haben ihr Wissen eingebracht, um diesen Bürostuhl zu entwickeln. Er soll die negativen Folgen von langem Sitzen nicht nur minimieren, sondern am besten sogar rückgängig machen.

Aber hat sich dieser Aufwand wirklich gelohnt und ist der relativ hohe Preis gerechtfertigt? Ich habe mich die letzten vier Wochen für Euch in den Embody gesetzt und ihn auf Herz und Nieren getestet. Wie immer ist dieser Bericht meine eigene persönliche Meinung zu dem Stuhl und kein unabhängiger Test im Labor. Trotzdem hoffe ich, dass ich Euch mit meinen Erfahrungen helfen kann, den richtigen Bürostuhl für Euch zu finden.

Das Sitzgefühl – beinahe schwerelos

Herman Miller legt wie kein anderer Bürostuhl-Hersteller ein ganz besonderes Augenmerk auf ein gutes Sitzgefühl. Ich konnte im Januar bereits den Cosm ausführlich testen und kann nur bestätigen, dass das Sitzen sowohl auf dem Cosm als auch auf dem Embody wirklich einzigartig ist. Ihr habt dabei ein fast schwereloses Sitzgefühl.

Das wird durch eine perfekte Druckverteilung erreicht. Anders als beim Cosm oder auch dem Aeron geht Herman Miller aber beim Embody einen anderen Weg um dieses Ziel zu erreichen. Pixalated-Support heißt die Technologie, die dies ermöglicht. Dabei ist die Konstruktion von Sitzfläche und Rückenlehne dem menschlichen Rücken mit Wirbelsäule und Rippen nachempfunden.

Das sieht nicht nur einzigartig und futuristisch aus, es funktioniert auch einfach perfekt. Wenn ich mich in den Embody setze, habe ich tatsächlich ein fast schwereloses Sitzgefühl. Auch nach einem langen Arbeitstag mit acht Stunden und mehr hatte ich zu keinem Zeitpunkt irgendwelche Beschwerden oder auch nur das Bedürfnis mich anders hinzusetzen.

Allerdings muss ich sagen, dass das Gefühl der Schwerelosigkeit beim Cosm mit seiner Netzmembran noch eine kleine Idee ausgeprägter war. Aber das ist wirklich Jammern auf allerhöchstem Niveau. Dafür hat mir beim Embody die große, flache Sitzfläche besser gefallen. Hier engt wirklich nichts meine Beine ein und auch ungewöhnlichere Sitzpositionen sind möglich (auch wenn das ergonomisch nicht für lange Zeit zu empfehlen ist).

Die besondere Konstruktion der Rückenlehne hat auch noch einen weiteren Vorteil. Sie ist extrem beweglich. Sobald ich mich mal umdrehe oder zur Seite schaue, bewegt sich die die Rückenlehne mit und behindert mich in keiner Weise. Und weil sie besonders schmal ist, engt sie auch meine Arme und Schultern nicht ein. Somit bewege ich sie automatisch öfter am Tag und hatte überhaupt keine Probleme in Schultern oder Nacken.

Herman Miller Embody Bürostuhl im Home Office

Perfekt einstellbar auf meinen Körper

Ein großer Unterschied zum Cosm, auf dem ich vorher saß, ist die Möglichkeit den Embody sehr individuell auf meinen Körper einzustellen. Neben den Basiseinstellungen von Sitzhöhe (Achtung der Hebel ist relativ klein und wird gerne mal übersehen!) und Armlehnen-Höhe, kann ich beim Embody die Sitztiefe, den Rückenlehnengegendruck und die Armlehnen in der Breite verstellen.

Außerdem kann ich auch die Neigung der Rückenlehne begrenzen und sie an meine Wirbelsäule anpassen. Diese BackFit genannte Mechanik fand ich besonders angenehm für das Arbeiten am PC. Mit ihr konnte ich eine gewisse Vorneigung einstellen, die vor allem meinen unteren Rücken gut unterstützt hat, wenn ich am Rechner geschrieben habe.

Herman Miller Embody im Büro

Design – Liebe auf den ersten Blick

Der Herman Miller Embody polarisiert wie kaum ein anderer Bürostuhl. Entweder man liebt die Optik oder sie gefällt einem gar nicht. Ich persönlich hatte mich schon vor dem ersten Sitzen sofort in das Design verliebt. Ich stehe einfach darauf, wenn ich die Technik und Mechanik bei so einem Stuhl auf den ersten Blick sehen kann.

Den Embody könnt Ihr in vielen verschiedenen Farbvarianten bestellen. Ich saß auf einem komplett schwarzen Modell. Mir gefällt aber auch die weiße Variante, kombiniert mit schwarzem oder auch farbigem Bezug, extrem gut. Durch das Weiß wirkt er etwas kleiner und „luftiger“ was in kleineren Büros oder im Home Office wichtig sein kann.

Mein Fazit

Wenn Ihr auf der Suche nach einem besonders ergonomischen Bürostuhl mit einzigartigem Design seid, dann schaut Euch den Herman Miller Embody unbedingt genauer an. Ob er wirklich „So intelligent, dass Sie darin tatsächlich besser nachdenken können (Herman Miller)“ ist, kann ich nicht mit Sicherheit beweisen. Was ich aber sagen kann, ist dass ich den vier Wochen zu keinem Zeitpunkt durch Schmerzen oder auch nur ein unangenehmes Gefühl von meiner Arbeit abgelenkt wurde. Und genau das ist ja das Entscheidende für einen perfekten Bürostuhl.

P.S. Und außerdem sieht er einfach fantastisch aus!

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